Spiel, Spaß, Unwetter und wie man damit umgeht...

Die vielen Möglichkeiten und Herausforderungen im Camp, aber auch der neue Blick auf sich selbst – all das ist für die Teilnehmer sehr anstrengend. Was mit „Abenteuern“ schon angedeutet wurde, soll hier noch einmal deutlich gesagt werden: Auf den TOKOLive-Ferienfreizeiten ist nicht immer alles heiter und entspannt. Mit plötzlich aufziehenden Unwettern ist immer zu rechnen. Die Gewitterwolken verziehen sich aber in der Regel sofort wieder. Durch die maßgeschneiderten Anforderungen und die spürbare Wertschätzung  staut sich bei den Teilnehmern nicht soviel Frustration an, wie  anderswo. Viele Klippen werden also entschärft, weil von den Kindern und Jugendlichen nicht Dinge verlangt werden, die sie nicht leisten können und weil niemand für Dinge, über die er keine Kontrolle hat, verurteilt  oder bestraft wird. Dies bedingt wiederum, dass die Betreuerinnen und  Betreuer verstehen, wie AD(H)S- und Autismus Betroffene funktionieren.

Und durch rasches Eingreifen können Konflikte beendet werden, bevor sie  eskalieren. Wobei „Eingreifen“ bedeutet, dass man Streitigkeiten sofort  beendet und den Beteiligten Rückzugsmöglichkeiten anbietet, um sich zu  beruhigen. Danach genügt es, sich wieder zu vertragen und vielleicht  Vorschläge zu machen, wie man eine ähnliche Situation das nächste Mal  meistert. Eine Diskussion der emotional aufgeladenen Konfliktsituation  führt nicht zu einer Klärung. Wenn die Kinder und Jugendlichen  verstehen, dass der andere es nicht böse gemeint hat, kann man meistens  großzügig vergeben.

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